DA DRÜBEN

Oktober 10, 2012

Gehe über Los. Laufe aufrecht und halte die Augen offen. Wenn du angesprochen wirst, nimm dir Zeit. Der Geist des Ortes wird mit dir Kontakt aufnehmen. Versuche, nach da drüben zu kommen. Genieße die Aussicht. Lass dich nicht erwischen.

DA DRÜBEN ist ein Spiel mit Grenzen, eine szenische Begehung von Gebieten rund um die Uffhauser Straße, in denen eigene Gesetze, klimatische Bedingungen und geheime Spielregeln herrschen. Ist die Uffhauser Straße eine Grenze? Was ist da, wo du noch nie warst? Wo keiner weiter weiß, wimmelt es von Geistern. Niemand weiß, wie viele
es sind …

VON & MIT: Turbo Pascal, Haslacher Schüler/innen & Bürger/innen sowie
Schauspielern des Theater Freiburg

In Kooperation mit der Staudinger Gesamtschule und dem Theater Freiburg
im Rahmen des Fonds DOPPELPASS der Kulturstiftung des Bundes

VORSTELLUNGEN: Mo. 15.10. / Di. 16.10. / Mi. 17.10.12
Startzeiten zwischen 16 und 18 Uhr alle 10 Min. Dauer ca. 1 Stunde.
Begrenzte Platzzahl. Bitte reservieren Sie Ihren persönlichen Termin
an der Theaterkasse:0761 201 2853, theaterkasse@theater.freiburg.de

Treffpunkt im Finkenschlag, Damaschkestr. 9, Freiburg-Haslach
Wetterfeste Kleidung und Schuhwerk werden empfohlen!
Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

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Wir freuen uns über die Zusage für den Fonds DOPPELPASS und wünschen allen Kollegen einen guten Start in die erste Spielzeit !

Das Performancekollektiv Turbo Pascal entert das Theater Freiburg! Gefördert im Fonds DOPPELPASS der Kulturstiftung des Bundes werden das Stadttheater in Freiburg und Turbo Pascal Partner auf Zeit. Die zweijährige Zusammenarbeit startet an der Peripherie der Stadt und des Theaters: Im Finkenschlag in Haslach. Hier beschäftigt sich Turbo Pascal mit sichtbaren und unsichtbaren Grenzen im Stadtraum, Grenzen zwischen Öffentlich und Privat und unterschiedlichen Generationen und Herkünften.

Von Montag, den 15.10. bis Mittwoch, den 17.10. zeigen wir täglich von 16 – 20 Uhr die Performance »DA DRÜBEN« auf der Uffhauser Straße / Ecke Carl-Kistner-Straße.

Gefördert im Fonds DOPPELPASS der

Termine

März 25, 2012

ROBOTERTRÄUME   Aufführungen

20.09.12// 20.00 Uhr //  KUZ Mainz // Festival Grenzenlos Kultur Vol. 14,  www.grenzenloskultur.de

27./28./29.11.12  //20 Uhr   //LOT Theater Braunschweig

PerformanceNacht Wien//Berlin//Sophiensaele

23.06.12 //ab 19- 07. Uhr  //Wien 

ROBOTERTRÄUME  // Premiere

05.07.12 // 20 Uhr   //Theaterhaus Hildesheim

06.07.12  // 18 Uhr+ 22 Uhr //Theaterhaus Hildesheim

07. 07.12  //16 Uhr +20 Uhr  //Theaterhaus Hildesheim

12./13./14.07.12     //20 Uhr   //Sophiensaele Berlin 

„Was wollen wir sagen? Uns erwartet das Zeitalter der Muße. Sobald Roboter alle stumpfsinnigen langweiligen und mechanischen Arbeiten verrichten, wird die Welt sich in einem heute noch undenkbaren Maße selbst am Leben halten. Wenn aber die Muße zu einem großen und festen Bestandteil unseres Lebens geworden ist, kennt man nicht mehr das Gefühl, gegen die Uhr arbeiten zu müssen, fühlt man sich nicht mehr gezwungen, sich in irgendwelche Vergnügungen zu stürzen, um dem tagtäglichen Arbeitstrott zu entfliehen.“ (Isaac Asimov, 1989)   Die Roboter sind längst unter uns. Sie tauchen mehr und mehr im Alltagsleben auf. Sie bauen nicht nur unsere Autos, sondern fahren sie auch. Justin kocht Tee, der Dustbot sammelt Müll, Don8R sammelt Spenden. Saya ist Lehrerin und Care-O-Bot arbeitet in der Altenpflege. Kansei zeigt mit seinem Gesicht sechs grundlegende Emotionen. HULC trägt Waffen oder Proviant durch Kriegsgebiete und R2B erkundet den Mond.    Turbo Pascal richtet sich mit den Robotern als neuen Mitbewohnern häuslich ein. Zwischen Science-Fiction-Sitcom, Kammerspiel und Geisterbahn springen sie in Situationen eines Human-Robot-Haushalts. Warum lässt sich Frank gerne unbeschwert bedienen? Seit wann ist Veit darauf programmiert, sich ständig weiterentwickeln zu müssen? Was verheimlicht der neue Mitbewohner? Und was passiert nachts, wenn eigentlich alle schlafen?


 

Publikumsbeschwörung

November 2, 2011

Publikumsbeschwörung

„Wenn ich die sehe, denke ich die verdienen nichts. Die sitzen gern im Dunkeln und zünden sich Kerzen an. Das finden die gemütlich. Die denken, die müssen uns befreien. Die können unsere Gedanken lesen. Nein, wir können deren Gedanken lesen…“- Die Schule ist der Ort, wo die Praktik des Gedankenlesens am häufigsten eingesetzt wird: LehrerInnen schleichen sich in die Köpfe ihrer SchülerInnen. Schüler versuchen die Gedanken ihrer Lehrer zu manipulieren.
Im Rahmen des HOUSECLUB und als Theaterprojekt mit Jugendlichen setzt Turbo Pascal eine Auseinandersetzung fort, die 2010 während X-Schulen an der Hector-Peterson-Schule begonnen wurde. Was denken Jugendliche über die anderen, von denen sie sonst beschrieben und beurteilt werden – Lehrer, Erwachsene, Deutsche? Und was glauben sie, was über Sie gedacht wird?
Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ verwandelt sich in eine Publikumsbeschwörung. Magische Kommunikationspraktiken werden getestet, um Denkmuster und Machtverhältnisse zwischen Lehrern und Schülern, Erwachsenen und Jugendlichen, Mehrheiten und Minderheiten, Bühne und Publikum zu verdrehen oder aufzulösen. „Glauben Sie nicht an Jesus? Glauben Sie an mich! Wenn Sie an mich glauben, dann wird alles gut. Bei mir gibt es Kekse umsonst.“
Eine gespenstische Gegenüberstellung, die zwar von Fremdheit erzählt, aber zugleich große Intimität zulässt.
Eine Produktion von Turbo Pascal mit dem HOUSECLUB/HAU. Gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

Kritiken:  

www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2011/11/11/a0237

www.neues-deutschland.de/artikel/211065.ihr-lehrerkinder-ihr-reichen.html

Aufführungen:

11.11.11 // 11 Uhr
12.11.11 //19 Uhr
13.11.11 //19 Uhr
15.11.11 // 11 Uhr

17.01.12// 19 Uhr

18.01.12// 18 Uhr

20.01.12// 11 Uhr

22.01.12// 19 Uhr

 

Ich bin nicht wirklich die Gefahr

Fremd – 8. Festival „Politik im Freien Theater“ in Dresden,  29., 30. Oktober 2011

www.staatsschauspiel-dresden.de/home/fremd_festival_politik_im_freien_theater/

www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5878%3Adas-programm-von-fremd-8-festival-qpolitik-im-freien-theaterq-steht-fest&catid=126%3Ameldungen&Itemid=1 

Schlender Studies

Juli 10, 2011

Schlender Studies- talking the walk in Griffintown

„That was the beginning of Canada, right in front here. And now it‘ s the end of the world.“ (Griffintown resident) Turbo Pascal takes the audience on an associative trip into the cosmos of Griffintown, where different perspectives and stories,  facts and fiction about the neighbourhood overlap.

Starting point: Fonderie Darling, 745, rue Ottawa, Montreal
Time: August 22 – 26 2011, first departure 5:50 pm, last departure 9:40, duration of the play aprox. 70 minutes

A cooperation with Goethe Institut Montreal at ecocity Festival Montreal

Kritik:
www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2011%2F09%2F03%2Fa0044&cHash=0f5c4fcbf5

www.montrealgazette.com/news/montreal/Griffintown+tour+theatrical+twist/5302322/story.html

www.goethe.de/ins/ca/mon/ver/en6954629v.htm 


Schlender Studies

Stromereien Performance Festival Zürich,   05., 06., 07., 08. August 2011
www.stromereien.ch 

©Christian Glaus©Christian Glaus

INNEN DRIN

Juni 23, 2011

berlin del mar

INNEN DRIN

Du bist ein kleines Ding: ein Mensch, eine Information, eine Substanz, ein Geräusch, ein Gerücht. Du diffundierst ständig, bewegst dich von einem Raum zum anderen Raum. Wenn du draußen bist, willst du irgendwo rein – dahin wo die andern sind, wo es warm, sicher, und nicht langweilig ist. Und wenn du drinnen bist, willst du wieder raus – oder wenigstens wissen, was draußen los ist und was du verpasst. Nur deshalb bewegen wir uns andauernd: zwischen Innen- und Außenräumen, Webseiten und Kontinenten.Wenn du die Tür öffnest fängt eine Welt an, wenn du den Fernseher einschaltest, eine andere: „Die da draußen fordern jetzt Reisefreiheit“, Jetzt ist eine englische Reisegruppe angekommen, die lassen sich am Pool volllaufen“; ; „Ein zweiter Mond ist aufgetaucht und der ist grünlich und doppelt so groß wie der Alte“ ; „Sie sind gelandet, und zwar in Brandenburg“; „da ist überhaupt niemand mehr – alle Geräusche die wir hören, kommen vom Tonband.“- Du bist nie richtig – du bist vor allem nie richtig informiert.

Aufführungen// Hotelzimmer:

23.06.11 //17-19 Uhr
24.06.11 //17-19 Uhr
25.06.11 //15-19  Uhr, 21.30 Uhr
01.07.11 //17-19 Uhr
02.07.11 //17-20 Uhr

http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5831:das-performance-festival-berlin-del-mar-urlaub-am-alex&catid=53:profile&Itemid=83 


X Wohnungen

Juni 4, 2011

Es gibt Wohnungen, in denen die Zeit stehen geblieben ist oder die über Nacht neu entstehen. Andere mit sich durchbiegenden Bücherregalen, in denen das Wissen zuhause ist, und solche mit Blick auf den Sonnenuntergang über der BASF. Es gibt Wohnungen, die jeder Zeit verlassen werden könnten, weil die Bewohner nicht an Dingen hängen, so wie die junge Moldawierin, die vor zwei Jahren mit ihren vier Kindern und drei Koffern nach Mannheim kam. Im Gegensatz zur Frau mit der blauen Haarsträhne, die ihre Kommunionskerze aufbewahrt wie einen Schatz. Es gibt auch das ältere Ehepaar, das sich an den ersten Milchladen in der Schwetzingerstadt erinnert, die Frau, die beim Nähen am liebsten Opern hört oder die andere, die Japan liebt und Marie Curie verehrt.

Für X Wohnungen öffnen Mannheimer die Türen ihrer privaten, höchst unterschiedlichen Welten. In enger Verbindung mit den Räumen und Alltagsstrukturen, mit den Bewohnern und ihren Geschichten inszenieren Künstler je 10-minütige Situationen, die sich zu einem Parcours zusammenfügen. Zu zweit erlaufen sich die Zuschauer eines der Stadtviertel und werden zu Mitakteuren auf Erkundungstour der fremden Alltäglichkeit. Der Tritt über die Schwelle ist Unterbrechung der eigenen und Einbruch in eine andere Welt zugleich.

04., 05., 06., 07. Juni  2011

www.schillertage.de/stueck_details.php 

www.swrmediathek.de/player.htm?show=b68c2240-91ff-11e0-af7d-0026b975f2e6 

ZWEI- EINE RITUALSCHLACHT

Februar 13, 2011


Premiere: 31. März 2011, 19.30 Uhr, HAU 1

Konzept: Turbo Pascal

Von und mit: Veit Merkle, Frank Oberhäußer, Eva Plischke, Livia Schoeler

Musik: Friedrich Greiling

Bühne+Kostüme: Magda Willi

Dramaturgie+Produktion: Doris Enders

Regieassistenz: Golschan Ahmad Haschemi

Ausstattungsassistenz: Alexei Fittgen

Weitere Aufführungen:
1.+2. April 2011, 19.30 Uhr HAU 1
15.+16. April 2011, 17. April 2011, 17.00 Uhr LOT Braunschweig
19.+20.+21.+22. April 2011, 20.00 Uhr 23. April 2011 17.00 Uhr Theaterhaus Hildesheim

Wir könnten uns so lange gegenseitig ohrfeigen, bis einer aufhört. Wir könnten mehr Zeit im Kontakt mit gefährlichen Tieren verbringen. Oder wir könnten 2500 Kilometer aufeinander zulaufen, um uns dann zu trennen. So wie es das Künstlerpaar Marina Abramović und Ulay mit ihrer Performance „The Lovers“ auf der chinesischen Mauer vorgeschlagen haben. Turbo Pascal veranstaltet eine Ritualschlacht im Zwischenbereich von Künstler-und Lieberpaaren: Die „Relation Works“ von Marina und Ulay werden als Inspiration für Paar- Rituale gelesen, die uns in andere Zustände des Zusammenseins katapultieren können. Haben wir am Ende unsere Gefühle neu erfunden?

Eine Produktion von Turbo Pascal. In Koproduktion mit dem HAU und dem Forum Freies Theater Düsseldorf. Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Stiftung Niedersachsen.

http://www.youtube.com/watch?v=VDYdjTq-7Nk 

TAZ Kritik:

www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=ku&dig=2011%2F04%2F02%2Fa0228&cHash=a54f671168 

X – Schulen

Juli 2, 2010

X-SCHULEN: 22 KÜNSTLER AN 22 ORTEN DER HECTOR-PETERSON-SCHULE nach dem Format von X-Wohnungen. Amok, Pisa, Zukunft, Mythos, Liebe, Freundschaft, Uniformität  und andere Arten der Auseinandersetzung mit dem Thema Schule werden zu erleben sein.

Mit: Lisa Lucassen, Tim Etchells, Rabih Mroué, Tamer Yigit, Boris Nikitin, Vaginal Davis, Susanne Sachsse, Turbo Pascal, Zombo Combo und vielen mehr.

PREMIERE: 1.4.2010: 10-11.10 Uhr und 18-19.10 Uhr. Start im 10-Minutentakt.

AUFFÜHRUNGEN:
2.4.2010: 10-11.10 Uhr und 18-19.10 Uhr. Start im 10-Minutentakt.
3.4.2010: 14-15.10 Uhr und 19-20.10 Uhr. Start im 10-Minutentakt.
4.4.2010: 14-15.10 Uhr und 19-20.10 Uhr. Start im 10-Minutentakt.

KARTEN UNTER 030-25900427.
ORT:   Hector-Peterson-Schule, Tempelhofer Ufer 15, Eingang über den Schulhof.

SCHLENDER STUDIES

Mai 3, 2010


Beim gemeinsamen Gehen lassen sich vertrauliche Gespräche führe, die niemand abhören kann. Man kann vom Weg abkommen und unterwegs zu Komplizen werden. Man kann Pläne aushecken und Sachen machen, die alleine nicht möglich sind. In wechselnden Zweierkonstellationen bewegen sich PerformerIn und ZuschauerInnen jenseits des zielgerichteten Gehens in den Straßen rund um die Sophiensaele. Immer auf der Suche nach günstigen Gelegenheiten, unverhofften Gedangengängen, Mutproben und ungeklärten Besitzverhältnissen. „Liebling  Liebling, kommst du nochmal mit durch die Straßen, bevor wir sie verlassen?“ (Mittekill)

Konzept: Turbo Pascal, Mit: Angela, Löer, Veit Merkle, Frank Oberhäußer, Eva Plischke

12., 18. + 19. Juni 2010 Sophiensaele, Startzeiten zwischen 18.00 und 22.00 Uhr

Start alle 10 Minuten für eine Person zwischen 18 und 22 Uhr. Bitte persönlichen Termin reservieren und eine Viertelstunde vorher da sein. Treffpunkt Galerie Jamuschek im Hof der Sophiensaele. Dauer 40 Minuten.

16. + 17. Juni 2010, unithea Festival Frankfurt/Oder, Startzeiten zwischen 17.00 und 21.00 Uhr

Eine Produktion von Turbo Pascal in Koproduktion mit Sophiensaele.Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e.V.

DIE LÄNGSTE NACHT

April 10, 2010

Lange Nacht der Opern und Theater 2010

10. April, 20 Uhr, 21 Uhr, 22 Uhr, Festsaal,  Sophiensaele

In langen Nächten ist vieles möglich. Man kann zwar ungefähr sagen, was im Festsaal schon alles passiert ist: dieses Haus wurde 1905 im Eiltempo hochgezogen, der Saal war ursprünglich für über 1000 Leute zugelassen, das ist schon mal irgendwie irre.

Was noch offen ist: was hier noch alles passieren wird oder kann, aber nicht muss. Turbo Pascal erfindet unterschiedliche Szenarien für eine lange Nacht im Festsaal der Sophiensaele oder unterwegs in Berlin: düstere, romantische, revolutionäre Szenarien, die man am nächsten Morgen wieder vergessen möchte oder auch nicht.

http://berlin-buehnen.de/langenacht/de_DE/program/43

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Von und mit: Veit Merkle, Luis Pfeiffer, Frank Oberhäußer, Eva Plischke

Musik: Friedrich Greiling

Musiker//Erlöser:  Berlin: Friedrich Greiling+ Christoph Theußel, Hamburg: Moritz Meyer, Hildesheim: Jannis Kaffka, Braunschweig: Peter Pardylla, Zürich: Jonas Gruntz, Wien: Mathias Lenz, Düsseldorf: Dominik Sehlhoff

Bühne/Kostüm: Magda Willi

Dramaturgie und Produktion: Anne Schulz

Regieassistenz: Aishe Spalthoff

Eine Produktion von Turbo Pascal in Kooperation mit FREISCHWIMMER. PLATTFORM FÜR JUNGES THEATER, ein Gemeinschaftsprojekt von Sophiensaele Berlin, Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf, Theaterhaus Gessnerallee Zürich und brut Wien.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Stiftung Niedersachsen

Welche Worst-Case-Szenarien spuken durch unsere Hirne und wie kommen die da rein? Turbo Pascal veranstaltet ein Gedankenexperiment zu der Frage, in welcher Gefahr wir eigentlich zu schweben meinen. Was ist das Schlimmste, das heute noch passieren kann, in dieser Versammlungsstätte, mit 100 Leuten, in Berlin oder Wien? Mit Hilfe von Selbst- und Spezialistengesprächen und der Szenario-Technik aus dem Feld der Zukunftsforschung legt Turbo Pascal eine große Gefahrensammlung an, die dann im Theater auf den Prüfstand kommt. Für eine gewisse Zeit werden Publikum und Performer zum Worst-Case-Komitee, um über das eigene Gefahrenpotential zu entscheiden.

Presse: „..wofür sich Reisen ins Off-Theater wieder und immer wieder lohnen. (…)Politisch und selbstbewusst, leichthändig und instruktiv ist dieses Perfomancestück von Turbo Pascal.“ Christian Rakow, Nachtkritik 14.10.09

Premiere: 8.Oktober 19.30 Uhr Sophiensaele, Berlin
Weitere Termine Freischwimmer:
9.+10. Oktober 19.30 Uhr Sophiensaele, Berlin
24.+25. Oktober 21.00 Uhr Kampnagel, Hamburg
26.+27. November 21.00 Uhr Theaterhaus Gessnerallee, Zürich
7.+8. Dezember 21.00 Uhr brut im Künstlerhaus, Wien
19.+20. Januar 19.30 Uhr Forum Freies Theater, Düsseldorf

Premiere Niedersachsen: 5. November 20.00 Uhr LOT-Theater, Braunschweig
Weitere Termine: 6.+7.+8. November 20.00 Uhr LOT-Theater, Braunschweig
10.+11.+12.+13. November 20.00 Uhr, Theaterhaus Hildesheim

http://www.youtube.com/watch?v=rBeYbJ6Txf4

Fotograf Gerhard F. Ludwig

Ich werde mehr Demokratie wagen

Du wirst mehr Demokratie wagen

Er/Sie/Es wird mehr Demokratie wagen

Wir werden mehr Demokratie wagen

Ihr werdet mehr Demokratie wagen

Sie werden mehr Demokratie wagen

Am: 20.11.09, 10-14,30 Uhr

„Wir werden wieder wer gewesen sein“ in 13 kurzen Radiotracks:

www.dradio.de/wurf/index.php/de/Home/ArchivDetail/id/127

GESELLIGE RUNDEN

Juni 12, 2009

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KANN MAN ZUSAMMEN BESSER DENKEN?

Die Geselligen Runden sind ein variables mehrstündiges Gesprächsformat, bei dem Turbo Pascal zum absichtslosen Beisammensein und gemeinsamen Nachdenken einlädt. Bei Bier und Butterbrot findet Turbo Pascal heraus, welche Themen in dieser Runde ausdauernd oder nicht besprochen werden wollen, welche unverbindlichen Fragen zum Zustand der Welt noch gestellt werden müssen und wann es Zeit für einen ersten Tanz ist. Die Geselligen Runde werden je nach Ort und Anlass neu ausgerichtet, dauern mehrere Stunden und enden offen, manchmal unkontrolliert.

Presse:„Obwohl auf viele Fragen kaum verwertbare Antworten rüberkamen, äußerten einige Gäste „Bitte macht es wieder.“ Offenbar herrscht in unserer Gesellschaft der Wunsch nach Gedankenaustausch, ohne dass sich die Menschen dies einfach so zutrauen. Waren dafür früher nicht Stammtische zuständig?“ Thorsten Pohling, Braunschweiger Zeitung 26.05.2008

Juni 2009  Sophiensaele Virchow Saal. Eine gesellige Runde mit Turbo Pascal +  Thomas Seher (Musik) und Ruth Hoffmann (Live-Grafik/Dokumentation)

Februar 2009 Nachtbar Schaubühne Berlin. Eine gesellige Runde mit Turbo Pascal +  Thomas Seher (Musik) und Ruth Hoffmann (Live-Grafik/Dokumentation)

Dezember 2008 in Kooperation mit dem LOT-Braunschweig. Hello Braunschweig! Eine gesellige Runde mit Turbo Pascal + Peter M. Glantz (Musik)

Mai 2008 in Kooperation mit dem LOT-Braunschweig. Hello Braunschweig! Eine gesellige Runde mit Turbo Pascal + Thomas Seher (Musik), Judith Kästner (Raum) und Dorle Trachternach (Performance)

Februar 2005 im Rahmen der Kunstaustellung A7, Hildesheim. Turbo Pascal trinkt! Eine gesellige Runde.

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Von und mit: Veit Merkle, Luis Pfeiffer, Eva Plischke, Frank Oberhäußer.

Bühne und Licht: Magda Willi.

Musik: Friedrich Greiling (freedarich/mittekill).

Produktion und dramaturgische Mitarbeit: Anne Schulz

Premiere: 23. September 2008 Studio Schaubühne am Lehniner Platz

Aufführungen: 24.-28. 09.08 Studio Schaubühne

9.-12. 10.08 LOT-Braunschweig 16.-19. 10.08 Theaterhaus Hildesheim

30.04.09 Friedrich-Ebert-Stiftung/ Berlin

16.+17.05.09 Festival Transeuropa/ Hildesheim www.transeuropa-festival.de

04.06.09 Best of 100°, Hebbel am Ufer/ Berlin

Eine Produktion von Turbo Pascal in Koproduktion mit der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin und dem LOT-Theater Braunschweig.

Gefördert durch: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Niedersächsische Lottostiftung, Stadt Braunschweig, Friedrich Weinhagen Stiftung

In Anlehnung an die Reihe ’60 Jahre Deutschland – Annäherungen an eine unbehagliche Identität‘ an der Berliner Schaubühne inszeniert Turbo Pascal einen diffusen Festakt rund um die Frage, wer wir gewesen sein werden. Ist die sogenannte ‚geglückte‘ Demokratie der Bundesrepublik ein Grund zum Feiern? Und wenn ja, wie haben wir national und individuell Demokratie gelernt? In einem Bühnensetting mit langen Tafeln, an denen auch die Zuschauer Platz nehmen, übt man sich gemeinsam im Lesen+Schreiben, in Abstimmungen und Wortmeldungen und im Gebrauch des Futurs. Turbo Pascal testet sich selbst und seine Mitbürger und Mitbürgerinnen auf Demokratie- und Zukunftsfähigkeit. Die minimalistische Musik von Friedrich Greiling, in der er versucht „mit wenig Mitteln und billigen Tricks, das Gefühl einzufangen“ trifft auf das diskursive Theater von Turbo Pascal.

Presse: „Wir sind deutsch, chilenisch, finnisch, wir kommen aus Zürich, Moskau und Waiblingen, wir können Gespräche moderieren aber keine Schusswaffen gebrauchen. Wir haben blaue, braune, grüne Augen“, sind Auswertungen, die die Frage nach dem „Wir“ erst einmal recht banal beantworten. Doch vom anstrengenden Mitmachtheater entwickelt sich der Abend zu einer Reihe von witzigen Selbstentlarvungen, die sich, bedingt durch die sehr durchdachte Dramaturgie, ganz unvermittelt einstellen.(…) Keine schlechte Bestandsaufnahme der Gesellschaft am Ende dieses Theaterabends. Barbara Behrendt Nachtkritik.de 24.09.08

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HELLO BUDAPEST!

Juni 14, 2007

Von und mit: Camilla Schlie, Eva Plischke, Luis Pfeiffer, Veit Merkle.

Mitarbeit: Frank Oberhäußer.

Bühne und Licht: Jörg Finger

Kulturfabrik Löseke Hildesheim 2007

kaltstart Festival Hamburg 2007

LOT Braunschweig 2007 im Rahmen der Reihe Mehrsicht

Gefördert durch: Niedersächsische Lottostiftung, Landschaftsverband Hildesheim

Als Michael Jackson in den Neunzigern als erster den Balkon des Ceausescu-Palastes in Bukarest betrat, soll er von dort aus die jubelnde Menge mit den Worten „Hello Budapest“ begrüßt haben. Man weiß nicht, ob dies wirklich so war, aber es muss einen Grund geben, warum man sich diese Geschichte so gerne erzählt. In „Hello Budapest“ untersucht Turbo Pascal die Ambivalenz von Schärfe und Unschärfe in unserem Verhältnis zur Welt: Je mehr uns die Erde vermessen und abfotografiert vorliegt, umso desorientierter werden wir, umso ähnlicher und verwechselbarer kommt uns alles vor. Turbo Pascal holt für „Hello Budapest“ das recherchierte Material aus dem Netz: Mit Google Earth, mit dem sich die Performer an so viele Orte wie möglich heran- und wieder herauszoomen, und mit Emails, die bekannte und unbekannte Menschen als Antworten auf einen Kettenbrief an die Gruppe zurückgeschickt haben. Wie kann man, ohne sich von der Stelle zu bewegen, im Netzwerk Erde seine eigene Lage und Position bestimmen?

Presse: „Die große Stärke des Turbo Pascal Teams ist seine amüsant-ironische Beiläufigkeit, die scheinbare Spontaneität mit der hier Mutationen von Welt und Wirklichkeit kommentiert werden. Die klug arrangierte kleine Parade hat nichts mit aufgesetzter Zeit- und G8-Kritik zu tun. Hier offenbart sich eine Generation, die das digitale Zeitalter mit einer selbstverständlichen Mischung aus heiterem Fatalismus und melancholischer Resignation betrachtet.“

Hildesheimer Allgemeine Zeitung 2007

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Von und mit: Angela Löer, Eva Plischke, flyer0

Veit Merkle, Camilla Schlie.

Mitarbeit: Frank Oberhäußer

Theaterhaus Hildesheim 2005 und 2006

Festival 100° Berlin, sophiensaele Berlin 2006

Gefördert durch: Landschaftsverband Hildesheim, Stadt Hildesheim, Koproduktion mit dem Theaterhaus Hildesheim


Stell dir vor, du wärst eine junge Frau, die auf einer Party von Donald Rumsfeld verlangt hätte, dass Amerika sich von Ölimporten unabhängig machen und auf erneuerbare Energien umsteigen müsse; und Donald Rumsfeld hätte sich daraufhin an die umstehenden Partygäste gewandt und gesagt: „Ich kann es nicht glauben, aber diese junge Frau tritt mir in den Hintern – und sie hat recht.“ Gesprächsprotokolle, Berichte und Bilanzen aus einer Veröffentlichung der Kommune 2 in Berlin sind Anlass für Turbo Pascal, sich noch einmal neu und naiv in ein Verhältnis zu Terminologie & Theorie (Session I) und Lebens- und Praxisformen (Session 2) der so genannten 68er zu setzen und dabei über heute mögliches Denken und Handeln zu spekulieren. Wenn wir uns jetzt zusammen tun kommen wir dann mehr zu Begeisterung und Engagement für alles und würden dann die wunderlichsten Dinge passieren, während gestern noch alles wie gewöhnlich war?

Literatur: Kommune 2. Versuch der Revolutionierung des bürgerlichen Individuums. Kollektives Leben mit politischer Arbeit verbinden! 1969

Presse: „In einem eigenwilligen, geradezu riskanten Theater-Talk-Format spekulieren Angela Löer, Veit Merkle, Eva Plischke und Camilla Schlie über das Wunderland Kommune (…) Wirklich gelungen sind all die Momente, in denen alles Inszenierte dem Risiko weicht. Wenn Zuschauer und Spieler nicht wissen, was der andere antwortet, wenn nicht programmiert ist, wie lange gemeinsame Assoziationsketten laufen können, wenn jeder mit seinen Worten beschreibt, ob er sich vorstellen könnte, mit den drei anderen im Bett zu schlafen und alles zu teilen, dann blitzt die Authentizität der Darsteller auf, potenziert sich die Performance-Qualität dieses Talk-Formats und weist die Stärken von Turbo Pascal auf. (…) Wird das Leben schöner, besser, größer wenn wir uns zusammentun? Das Ensemble trifft den schmerzlichen Zwischenklang auf alle diese Fragen.“

Hildesheimer Allgemeine Zeitung 2005

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ARCHIV EINES IRRFAHRERS

Juni 10, 2004

BIOGRAFIE IST GEOGRAFIE !

Von und mit: Maria Böhling, Angela Löer, Veit Merkle, Frank Oberhäußer, Luis Pfeiffer, Eva Plischke, Camilla Schlie.

Projektsemester „Antike intermedial“ der Universität Hildesheim 2004, adaptiert für das Rahmenprogramm rePUBLICaction des Festivals Theaterformen 2004

Es gibt Leute, die wissen wohin sie wollen und kommen nicht an. Es gibt Leute, die wissen nicht wohin sie wollen und kommen trotzdem an. Und es gibt Leute, die wissen wohin sie wollen und kommen dann an und wissen dann nicht mehr warum sie dahin wollten.

Im „Archiv eines Irrfahrers“ werden biografische Fragmente auf der Grundlage der zehnjährigen Irrfahrt des Odysseus erfasst und präsentiert. Jeder Besucher bekommt Dateien aus dem Archivbestand zu hören, von menschlichen Datenträgern präsentiert und speist in der Interviewzelle eigene Dateien in den Archivbestand ein. Nach dem Prinzip ‚Biografie ist Geografie‘ wächst quer durch unterschiedliche Lebenswege ein anonymisierter Archivbestand heran, der von freiwilligen und unfreiwilligen Irrfahrten, von vermeintlichen Kausalitäten und Zufällen, von Momenten des Weggehens, Ankommens und Verschlagenwerdens erzählt.

Als der Phäakenkönig, an dessen Ufer Odysseus strandet, ihn bittet von seinen Abenteuern zu erzählen, sagt dieser überfordert: „Was soll ich zuerst, was zuletzt dir erzählen?“ Sein Fehler ist deutlich: Nicht auf die Reihenfolge kommt es an, sondern auf die Systematik!

Archiv: Einrichtung zur systematischen Erfassung, Erhaltung und Betreuung von Dokumenten. Ein Archiv ist leicht verwechselbar mit anderen Einrichtungen. Zur Unterscheidung: Ein Museum sammelt, eine Bibliothek erwirbt, ein Archiv übernimmt.

Biografie: Bios und Graphein. Nüchterne Aufzeichnung der äußeren Ereignisse oder Versuch der Ergründung eines Lebenslaufs oder Darstellung eines in sich geschlossenen Erlebnisses oder des Lebens als Totalität

Datei: Überbegriff für alle ins Odysseus-Archiv übernommenen biografischen Fragmente

Datenträger: 1) Speichermedium für Informationen. 2) Im Fall eines theatralen Archivs: Personal, das Dateien im Gedächtnis speichert und sowohl sprachlich als auch außersprachlich wiedergibt, auch: Dateienmonolog

Kassation: Vernichtung von Dokumenten, die nicht ins Archiv übernommen werden.

Kausalitätsprinzip: Grundsatz, nachdem für jedes Geschehen notwendig eine Ursache angenommen werden muss. Verursacht den Drang, Zusammenhänge herzustellen und nach Mustern in Lebens-Ereignissen zu suchen, auch wenn gar keine vorhanden sind.

List: Herangehensweise an Problemstellungen, bei der der Einsatz der Geisteskraft dem Einsatz der Körperkraft überwiegt.

Maulwurfexistenz: Wühlen im eigenen Lebensschlamm.

Odysseus-Archiv: Projekt zur systematischen Erfassung, Erhaltung und Betreuung von biografischen Fragmenten.

Sturm: Witterungslage, die von den Gottheiten Zeus, Poseidon, Äolos verursacht werden kann. Ein Sturm kann einen an Orte verschlagen, wo man eigentlich gar nicht hinwollte.

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